Kunsterwerb ist Vertrauenssache!

Am Quai in Luzern, Ölbild des Luzerner Kunstmalers Anton Buob

Bangkok, 20.12.2020,

Lieber Hansruedi,

Kürzlich telefonierten wir ein paar Mal miteinander; dabei stellte ich freudig fest, dass du gut eingebunden bist in die Projektarbeiten, und dass Du nach Spanien reisen kannst, um die Förderung der Bildung voranzutreiben: Ist bestimmt sehr motivierend!

Ich danke Dir für die Auskünfte, die Du mir geben konntest. Du warst ein Vorreiter, ein Wegbereiter, als Du in den 90er Jahren (mit unserer Handelsschulklasse) das erste Jahr Ökologie unterrichtet hattest. Wir hatten viel kreativen Freiraum erhalten, denn es gab noch keine Erfahrung, auf die man hätte abstützen können.

Nicht ganz ohne einen gewissen Stolz weiss ich Dir zu berichten, dass die Idee, Mönche und Straftäter zu befragen ursprünglich von mir gekommen war! Dass wir einige Tage in Engelberg verbringen durften, das war natürlich sensationell und die Befragung der Strafgefangenen und das Podiumsgespräch, das unsere Klasse durchführen durfte (mit der Politikerin Judith Stamm u. a.), das, in der Retrospektive betrachtet, hat Dir sicher geholfen, dieses neue Schulfach in den Stundenplan gut begründet zu implementieren.

Weisst Du, Hansruedi, dass diese Projetidee von mir stammt, hing damit zusammen, dass auch ich unfreiwillig während zwei Monaten eingesperrt worden war, und zwar aus einem blödsinnigen Grund: Ich konnte den Dienstuntauglichkeitsentscheid nicht akzeptieren und eine schriftliche Einsprache wäre nur möglich gewesen, wenn der Arzt der Untersuchungskommission auf «diensttauglich» gesetzt hätte. In meinem Fall musste eine Zweitmeinung eingeholt werden.

Du hast mir im letzten Telefongespräch den Existenzialismus in Erinnerung gebracht. Ja, gut nachgedacht: Es hat mir gezeigt, dass Du die publizierten Artikel auf der Webseite www.staatsschreiber.com aufmerksam gelesen hast. – Und das beglückte mich. Und: Ja, Philosophie interessiert mich auch, möchte mich aber nicht für die eine Richtung oder die andere Ausprägung festlegen, vielmehr bin ich ein Fan des zeitgenössischen und wahrscheinlich des berühmtesten deutschen Philosophen, Richard David Precht. Er gilt für mich als Wegbereiter einer sinn-stiftenden Zukunft.

À propos «sinnstiftende Zukunft»: Jetzt, wo ich akribisch, detektivisch untersucht und herausgefunden habe, dass ich in Tat und Wahrheit viel weniger krank bin, als es die Invaliden- und die Militärversicherung deklarierten – (und ich in der Lage bin, dies auch zu belegen), möchte ich mit meinen 53 Lenzen noch etwas tun, das «bildet», Freude bereitet» und das im weiteren Sinne auch «Projektarbeit» genannt werden kann, jedoch mit Kosten verbunden ist und mit Kunst zu tun hat.

Nichts läge mir ferner, als Dich in dieser Korrespondenz um eine Geldspende für mein Kunstprojekt zu bitten, zu betteln: Vielmehr will ich Dich dazu motivieren, einer Kunstinvestition nicht abgeneigt zu sein, ein Gemälde des bekannten Luzerner Kunstmalers zu erstehen: Ein Bild aus einer grossen Auswahl käuflich zu erwerben.

Anton Buob kennst Du wahrscheinlich sogar persönlich, weil er an der Bernstrasse gewohnt und gemalt hatte, sein ganzes Leben lang und Du, früher auch in der Nachbarschaft (Stollbergquartier) gelebt, ihm wahrscheinlich begegnet bist. – Die Webseite: www.antonbuob.com!

Walter Buob, der jüngere Bruder Antons, wohnt an der Pelikanstrasse und die Kunstwerke würde er Dir nach telefonischer Voranmeldung gerne persönlich zeigen.

Erkenne es als Chance, einen unterschätzten lokalen, regionalen Impressionisten, schön gerahmt und «zeitlos» täglich zu betrachten und dabei zu denken: Mit diesem Bild ermöglichte ich einem ehemaligen Handelsschüler, sein Kunstprojekt im Umfeld der Swiss School Bangkok, wo der Kanton Luzern übrigens seit über 50 Jahren das Patronat innehat, umzusetzen.

Die meisten Gemälde sind (noch) ungerahmt. Ich rate Dir, es professionell rahmen zu lassen: Du wirst ewig Freude haben!

Ich danke Dir vorab für diesen grossen Gefallen, der es ermöglicht, meinem Lebensentwurf eine neue Richtung zu geben.

Freundliche Grüsse

Fabian

P.S. Falls Du meine Handschrift schlecht lesen kannst, so findest Du die gedruckte Version auf meiner Webseite!

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