
Sehr geehrte Frau Battaglia
Mit oe Gesuch gelange ich an Sie, weil die Beschaffung nach unserer Rückkehr länger dauert als gedacht. Und es ist nicht einfach, jemanden ohne Sehbehinderung aufzuklären, was es bedeutet den Alltag zu bestreiten, wenn man schlecht sieht!
Die Konsultation beim Augenarzt hat nun auch die Sehschwäche bestätigt: Die Veränderung der Sehstärke erfolgte schleichend nach einer weiteren Uveitis und behinderte mich seither bei der Bewältigung der administrativen Arbeiten, welche sich seit unserer Rückkehr aus Thailand Ende August dieses Jahres (2023) vervielfacht hatten. Und es wird nicht weniger: Mein alter Laptop funktioniert leider halbzeit nicht, hat Fehlfunktionen, bräuchte eine neue Batterie und mehr Speicherkapazität sowie die Harddisk ist bald vollständig voll und arbeitet so langsam, dass Freunde mir geraten haben, diese durch ein «Solid State Drive», eine SSD-Festplatte zu ersetzen. Beim Monitor ist es notwendig, dass ich ihn – je nachdem, welche Brille ich gerade trage – etwas weiter zu mir herschieben kann (Lesebrille) oder aber etwas mehr von mir wegstellen kann (Raumkomfort-Brille); ausserdem sollte der Monitor gross sein, damit auch das Kleingedruckte noch lesbar ist. Gerade als Vollinvalider, als Beeinträchtigter in mehreren Disziplinen, und in vielerlei Hinsichten von staatlichen Einrichtungen in einem Abhängigkeitsverhältnis mich befindend, bin ich dringendst auf Ihre Hilfe bei der Beschaffung und Finanzierung eines Computers, eines Monitors und eines Druckers angewiesen. Der Printer sollte kopieren, scannen und drucken können, damit ich als ergänzungsleistungbeziehender Vollinvalider sofort beim Eintreffen einer Krankenkassenleistungsabrechnung diese Korrespondenz ordnungsgemäss per PC verarbeiten kann, an die entsprechenden, betroffenen Stellen zeitnah elektronisch weiterleiten kann.
Bereits in den Zehnerjahren sind bei mir in Folge des diagnostizierten Spondylitis ankylosans verschiedentlich Regenbogenhautentzündungen aufgetreten, welche schon damals mehrmals dazu geführt hatten, dass meine Sehkraft sich signifikant verändert hatte.
Fast ein halbes Jahr litt ich darunter, dass die Uveitis, die eine Veränderung des Visus nach sich zog, von mir als Fehlsichtigem so stark aufgetreten war, dass ich dies endlich bemerkt hatte: Bei mir stapelten sich die Korrespondenzen: Krankenkasse, EL, Militärversicherungsunterlagen, Wohnungsformulare usw., usw., sodass ich schliesslich zum Abbau des Stapels, welcher mittlerweilen bis zu einem Berg von einem halben Meter Höhe angewachsen war, einem Spitex-Mitarbeiter während zweier Jahre eine Beschäftigung gegeben hatte: Er kam jeweils mittwochs vorbei, half mir beim Abtragen, beim Einordnen, beim Auflisten und kostete rund CHF 600.— / Monat – zwei Jahre lang!
Da die Anschaffung eines Computers bei der Ausgleichskasse nicht vorgesehen ist, in der Berechnung nicht ausdrücklich vorgesehen ist, und ich mich aus oe Gründen bei Ihnen melde und um Unterstützung bitte, ist somit hinreichend ausgewiesen. In einem separaten Schreiben an meinen langjährigen Augenarzt, Doktor Frank Klinkenberg, Sursee, kann ich ihn darauf aufmerksam machen, dass er noch zusätzlich den Passus erwähnt, dass er bei mir auf dem linken Auge eine weniger als 100 %-ige Sehleistung nach entsprechender Korrektur bei der kürzlichen Konsultation gemessen hat, falls dies für das vorliegende Gesuch hilfreich ist. Ausserdem liegt in den Akten ein von der Militärversicherung in Auftrag gegebenes Gutachten vor, welches auf zwölf Seiten die Uveitis-Problematik thematisiert: Herr Professor Dr. med. Stefan Reichenbach hatte mich am Valentinstag des Kalenderjahres 2019 einen halben Tag im Inselspital, Bern, intensiv dahingehend beurteilt, begutachtet.
Wie bereits während mehrerer, ausführlicher Telefongespräche behandelt, komme ich nicht darum herum, die Formulare, das Kleingedruckte, die Unterlagen zu verarbeiten. Dies geht nicht mehr ohne PC. Bitte entsprechen Sie meinem Gesuch und bewilligen Sie dieses; ich bin in grosser Not!
Für die rasche Bearbeitung danke ich Ihnen und verbleibe
Mit freundlichen Grüssen
Fabian Bucher
